Suan Pan

China gebaut von ??? bis heute
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ohne S.Nr.
Baujahr ca. 2008
25 cm breit, 12 cm tief, 2,5 cm hoch
240 g
Zustand 1/1:
  • praktisch neuwertig und weitgehend unbenutzt
Anleitung im Internet gefunden
  • „Anzeige- und Rechenregister“: 13stellig, 91 Perlen
  • mit besonderen Verfahren alle Grundrechenarten möglich
Vielleicht schon vor 1000 Jahren (so genau weiß man es nicht, weil die erste eindeutige Abbildung aus dem Jahr 1573 stammt) entwickelte sich in China der Suan Pan. Dass die Grundidee der fest eingebauten Rechenperlen über die Seidenstraße in den Osten wanderte ist möglich, chinesische und italienische Historiker sehen das aber oft ganz unterschiedlich.
Die chinesische Variante hat pro Reihe fünf Perlen in einem unteren Abteil („Erde” genannt) und zwei Perlen oben (der „Himmel”). Jede Perle unten, die zur Mitte hin geschoben wird steht für den Wert 1, jede zur Mitte geschobene Perle oben für 5. Die Reihe ganz rechts steht dabei für die Einer, die Reihe links davon für die Zehner usw. (jedenfalls wenn man nicht mit Nachkommastellen rechnet). Damit kann pro Reihe jeder ganzzahlige Wert bis 15 dargestellt werden, was dem Rechnen mit manchen in China früher verbreiteten hexadezimalen Maßen entgegen kam.
Bis 2002 soll es in China noch verpflichtende Suan Pan-Prüfungen für manche Buchhaltungs­berufe gegeben haben, auch heute noch wird der Umgang damit gelehrt. Es gibt dort Spezialisten, die selbst kompliziertere Rechnungen damit machen, entsprechende Schnellrechner-Wettbewerbe finden statt. Auch im Alltag wird der Suan Pan immer noch benutzt, z.B. auf Märkten.
Dieses Modell findet man heute noch oft als Neuware. Vermutlich kaufen es inzwischen mehr China-Touristen als wirkliche Nutzer, ich bekam mein Exemplar als Geschenk zum „50sten“.
mehr Infos im online-Abakusmuseum was damit alles geht