Monroe LN-160X

USA gebaut von 1952 bis 1969

S.Nr. J724655
Baujahr um 1960
30,5 cm breit, 26 cm tief, 11 cm hoch
3,7 kg
Zustand 2/1:
  • Deckblech nachlackiert, Schlittengriff mit Riss, Gehäuse sonst sehr gut erhalten
  • funktioniert wieder leichtgängig
„wohnt“ in kleinem, nicht originalen Koffer, Anleitung im Internet gefunden.
  • Eingabewerk: 8stellig, 80 Tasten, 2 Tasten für Additionsmodus, Gesamtlöschtaste
  • Zählwerk: 8stellig, ohne Zehnerübertrag, je nach Zählrichtung schwarze oder rote Ziffern (2 9er), Löschkurbel (im Uhrzeigersinn drehen)
  • Resultatwerk: 16stellig, Zehnerübertrag über 9 Stellen, Löschkurbel (gegen Uhrzeigersinn drehen)
  • für alle Grundrechenarten
  • Kurbel in beide Richtungen drehbar
Das ist noch eine Maschine des Herstellers, der die Bauweise mit den geteilten Staffelwalzen (die hier sehr schmale, aber richtige Walzen sind) eingeführt hat. Es ist ein relativ spätes Exemplar mit kleinen Abmessungen und modernem Gehäuse. Die L-Serie hatte ebenfalls Varianten mit 12, 16 oder 20 Stellen im Resultatwerk. Sie wurde ab 1929 volle vier Jahrzehnte lang gebaut, mit nur kleinen technischen Verbesserungen, aber immer wieder modernisiertem Gehäuse. Alle guten wie schlechten Merkmale des Maschinentyps finden sich wieder: optionaler Additionsmodus, schnelle Eingabe, aber keine Rückübertragung. Auch einen Zehner­übertrag im Zählwerk hat dieses Modell nicht.
Dieses Exemplar, die modernste Version der L‑160 (N = „New“, X = „Executive“ = mit Köfferchen), stammt aus dem Amsterdamer Zweigwerk von Monroe. 1961 kostete das Modell 750 DM (etwas über drei Monatslöhne), was im Vergleich zu vielen besser ausgestatteten Maschinen des „Odhner-Typs“ teuer war. Doch weil in vielen Branchen schnelles Addieren wichtiger als Rückübertragung und Zehner­übertrag war fand auch die kleine Monroe ihre Käufer - zumindest bis die billigen Klone aus Osteuropa auf den Markt kamen.

Größenvergleich
von K- und L-Serie:

Gereinigt, Deckblech wegen der massiv abgestoßenen linken Kante neu lackiert, extrem festgeharzte Kurbel und Zehnerüberträge (mit etwas WD40 und mehreren ml Alkohol) gängig gemacht, ein abgebrochenes, aber zum Glück im Gerät liegendes Zähnchen für den Zehner­übertrag der 10.Stelle wieder eingeklebt.

Infos zum Hersteller