Facit TK

Schweden gebaut von 1936 bis 1954

S.Nr. 3862
Baujahr 1938
30 cm breit, 19 cm tief, 14,5 cm hoch
6,1 kg
Zustand 2/1:
  • Nur die Vorder‑/Oberseite konnte im Original erhalten werden, Rück- und Seitenwände waren zu stark verrostet und sind neu lackiert
  • alles funktioniert wieder einwandfrei
Englische Anleitung als PDF vorhanden
  • Eingabewerk: 9stellig, 10 Tasten, 2 Tasten für Trommelbewegung, Tabulatortaste (Trommel nach ganz links für Division), Löschhebel
  • Zählwerk: 8stellig, mit Zehnerübertrag, je nach erster Kurbeldrehung unterschiedliche Zählrichtung (mit Anzeige), mitlaufender Stellenzeiger, Löschhebel
  • Resultatwerk: 13stellig, vollständiger Zehnerübertrag, mitlaufender Stellenzeiger, Löschhebel
  • für alle Grundrechenarten
  • Kurbel in beide Richtungen drehbar
Klassische Sprossenrad-Maschinen sind wegen der umständlichen Eingabe für reine Additionsaufgaben kaum brauchbar. Daher wurde schon früh versucht, Modelle mit Tasteneingabe zu entwickeln. Das gelang zu Beginn der 30er-Jahre Karl Rudin. Damit die Tastenwege kurz blieben entwickelte er dabei auch das geteilte Sprossenrad, bei dem für die Ziffern 5‑9 ein Fünferzahn heraus­geschoben wird und bis zu vier Einzelzähne die 1‑4 bzw. 6‑9 einstellen (Bild dazu bei der WK‑1).
Weil nun statt eines Schlittens die kurze Trommel mit den Sprossenrädern nach links und rechts läuft kann auch das Gehäuse geschlossen bleiben, das verbessert Staub­schutz und Geräuschdämmung.
Die zur Division benötigte „nach links“-Funktion war bei den ersten Modellen („Facit T“) noch recht umständlich. Bei der TK wurde das verbessert, so dass die Rechenstellen von Zähl- und Resultatwerk beim Drücken der Divisionstaste nun (trotz unterschiedlicher Stellenzahl) in beiden Werken ganz nach links laufen können. Bis zu den letzten Modellen der Reihe blieb diese ausgereifte Mechanik unverändert, die Modellreihe wurde außerdem zur Grundlage vieler motorisierter Maschinen bis hin zu elektrischen Vollautomaten.
Die TK wurde von 1936 bis 1954 in Schweden gebaut, alle diese TKs haben eine schwarz-rote Tastatur. Von 1936 bis in den Krieg gab es aber auch eine Lizenzproduktion bei Hans Sabielny in Dresden, dort waren die Tasten schwarz-weiß. Dieses Exemplar stammt also aus der deutschen Produktion. Seine letzte Verwendung fand es bis in die 80er-Jahre bei der „Gärtnerischen Produktionsgenossenschaft Alpina“, dem Vorläufer der heutigen Alpina AG.

Alle blanken Metallteile und Schrauben entrostet und poliert, einige Ziffern ausgebessert, alle grüne Blenden neu lackiert, trüb gewordenes unteres Fenster ersetzt, Rück- und Seitenwände komplett abgeschliffen, grundiert, lackiert. Erst nach dem Zusammen­bau den fehlenden Zehnerübertrag einer Stelle im ZW (nur in einer Trommelstellung und nur bei der Subtraktion!) entdeckt: Alles wieder ausgebaut, ein 1 mm zu kurzes/abgebrochenes Übertragshebelchen durch Auflöten verlängert und zurechtgefeilt, alles noch mal zusammengebaut.

mehr Infos im Infos zum Hersteller mehr Infos zu den Facit-Modellen bei H.Schmid