Facit 1131

Japan gebaut von 1971 bis 1972

S.Nr. 3101209
Baujahr 1971
23 cm breit, 28,5 cm tief, 10 cm hoch
3,3 kg
Zustand 1/1:
  • Tasten mit minimalen Benutzungsspuren, am Gehäuse keine Stoßstellen oder Kratzer
  • alles funktioniert einwandfrei
ein Aktenkoffer dient als Zuhause, neue Anleitung geschrieben
von Serge Devidts (CALCUSEUM) stammt eine vierseitige Broschüre mit Kurzanleitung - DANKE!
  • Anzeigeregister: 12stellig, 11 Tasten (nur einzeln zu drücken), maximal 6 Nachkommastellen einzugeben (sonst Überlauf), Eingabelöschtaste
  • Rechenregister: 12stellig, Gesamtlöschtaste
  • Speicherregister: 12stellig, saldierend, eingerastete Sigma-Taste saldiert Ergebnisse im Speicher
  • Schieber für 0, 1, 2, 3, 4 oder 6 Nachkommastellen im Ergebnis (fortlaufende Punktrechnung stets mit 6 NKS)
  • einrastene Taste für 5/4-Rundung
  • Schieber für Speicherung des letzten 1. Faktors/Divisors als Konstante und Wahl von Multiplikation/Division
  • „Nixie“-Anzeige mit 12 Hitachi CD80P und einer H1501
  • Chipsatz besteht aus 7 Mitsubishi ICs: M58242, MA8127, MA8119, MA8125, MA8118, MA8120 und MA8126
Das Modell ist schon beim Markteintritt ein Mix aus alt und neu: Die „Nixies“ kamen 1971 allmählich aus der Mode und wurden zur Kosten- und Energie­ersparnis durch Panaplex‑, Digitron- oder manchmal schon erste LED‑Anzeigen abgelöst. Im Inneren werkeln aber schon damals moderne LSI‑Chips mit mehreren tausend Transistoren, was zu einer aufgeräumteren (und damit billigeren) Platine führt.
Die Benutzung wiederum ist noch reichlich umständlich: Konstanten­operationen sind über Schieber zu wählen, führende Nullen werden nicht unterdrückt und es gibt kein Fließ­komma. Auch warum der Rechner statt „M+“ und „M–“ nur eine „Sigma“-Taste hat bleibt wohl auf immer ein Geheimnis der Entwickler.
Wo dieser Rechner mal benutzt wurde weiß ich leider nicht, aber der Neupreis dieser Geräteklasse von Facit findet sich im Büromaschinen-Lexikon: 2.650 DM (netto).
Der Rechner wurde auch als Addo‑X 9676 verkauft. Ein genaues Gegenstück von Sharp, dem eigentlichen Hersteller dieses Geräts, habe ich bislang nirgends gefunden.

Blick ins Innere:

Zäh gehende Null-Taste gängig gemacht.
Infos zum Hersteller und zu Facit wunderschöne Detailbilder einer Addo‑X 9676 bei Curtamania ein Youtube-Video