Facit 1129

Japan gebaut von 1970 bis 1972

S.Nr. 2.902.108
Baujahr ca. 1971
28 cm breit, 33 cm tief, 12,5 cm hoch
5,1 kg
Zustand 1/1:
  • nur geringste Gebrauchsspuren
  • alles funktioniert einwandfrei und leichtgängig
Mit Schutzhaube und Anleitung der CM2-16.
  • Anzeigeregister: 14stellig, 11 Tasten (nur einzeln zu drücken), maximal 7 Nachkommastellen einzugeben (sonst Überlauf), gedrückte ×- und ÷-Taste leuchten, Eingabelöschtaste
  • Rechenregister: 14stellig, Registertauschtaste, Gesamtlöschtaste
  • Speicherregister: 14stellig, saldierend, 4 Tasten (+, –, Abruf, Löschen)
  • Drehschalter für 0 bis 6 Nachkomma­stellen und Rundung (rot mit, schwarz ohne 5/4‑Rundung)
  • einrastende Taste für Speicherung des letzten 1. Faktors / Divisors / 2. Summanden / Subtrahenden als Konstante
  • „Nixie“-Anzeige mit 14 Hitachi CD81 und einer H1501
Dieser Rechner ist vergleichsweise riesig, sogar größer als viele der Maschinen mit Handkurbel. Das liegt auch daran, dass hier nur MSI(„medium scale integration“)‑ICs benutzt wurden, die durch eine beeindruckende Zahl von Transistoren, Dioden und Widerständen ergänzt werden. Einen der damals gerade aufkommenden LSI‑Chips findet man hier noch nicht. Die Anzeige besteht aus den teuren „Nixies“, die Tastatur entspricht dem damaligen Sharp-Standard. Für heutige Verhältnisse ist die Benutzung eher ungewohnt: Eine Plus-Taste sucht man vergebens, führende Nullen werden nicht unterdrückt, es gibt kein Fließkomma und Werte für Multiplikation und Division dürfen nur je 13 Stellen haben, weil dabei eine Stelle im Register als Zählwerk benötigt wird. Doch immerhin gibt es schon einen echten Speicher mit den heute noch üblichen vier Tasten. Beim Rechnen komplizierter Aufgaben vollführen die Anzeigen bis zu einer Sekunde lang einen wilden Tanz.
Ungewöhnlich ist der 45‑polige Stecker an der Unterseite. Dort würde man ein Programmiergerät eher nicht anschließen. Vielleicht war er für ein Prüfgerät gedacht?
Wo dieser Rechner mal benutzt wurde weiß ich leider nicht, weil er aus einer Sammlung stammt. Aber den damaligen Neupreis kenne ich: Heftige 3.300 DM (netto). Zum Vergleich: Ein VW Käfer in einfacher Ausstattung kostete damals ungefähr 5.500 DM brutto (der Käfer war also seit 1950 preisstabil, nur die MWSt. kam ab 1968 oben drauf!). Ein Jahr später war der Preis des Rechners dann auf 2.590 DM gesunken, immer noch so viel wie ein halbes Auto.
Der Rechner wurde auch als Addo-X 9677 verkauft. Ein genaues Gegenstück beim eigentlichen Hersteller Sharp kenne ich nicht, der Compet 241 kommt dem aber nahe.

Blick ins Innere:

Infos zum Hersteller und zu Facit