Brunsviga MH

Deutschland gebaut von 1920 bis 1926

S.Nr. 64453
Baujahr 1924
24,5 cm breit, 16,5 cm tief, 13 cm hoch
6,5 kg
Zustand 3/1:
  • Furnier des Bodenbretts stark beschädigt, Deckbleche mit vielen Lackschäden, sämtliche Schriften und Nickelteile aber gut erhalten
  • alles funktioniert einwandfrei und leichtgängig
mit Bodenbrett und Blechhaube, Kurzanleitung geschrieben
  • Eingabewerk: 9stellig, 9 Schieber, ohne Einstellkontrolle, Löschschraube
  • 1.Zählwerk: 8stellig, ohne Zehnerübertrag, rote Ziffern für negative Zählrichtung (9 immer rot), Löschschraube
  • 2.Zählwerk: 8stellig, mit Zehnerübertrag, rote Ziffern falls erste Zählung negativ ist (Klappblende), Löschschraube (mit Anzeige)
  • Resultatwerk: 13stellig, vollständiger Zehnerübertrag, Löschschraube
  • für alle Grundrechenarten
  • Kurbel in beide Richtungen drehbar
  • 2 Anzeigen von + und – für oberes ZW und letzte Kurbeldrehung
Diese M(iniatur)-Maschine von Brunsviga hat noch eine ganz altmodische (aber sehr zuverlässige) Schlitten­mechanik. Die Anzeige oben ist auch noch keine Einstell­kontrolle, wie sie später zum Standard wurde, sondern ein zweites Zählwerk. So konnten auf einer MH Ergebnisse von Divisionen einzeln angezeigt und gleichzeitig aufsummiert werden.
Dieses obenliegende Zählwerk mit Zehnerübertrag, den weißen und roten Ziffern und von links nach rechts beweglicher Blende wurde bei Brunsviga bald üblich, nur wenige der späteren Maschinen besaßen noch ein Zählwerk im Schlitten.
Das zweite Zählwerk machte das Modell relativ teuer: 1921 kostete eine MH 675 Reichsmark (etwa sechs Monatslöhne). Solche Maschinen waren also nicht sehr häufig, doch die MH wurde immerhin knapp 6.000 Mal gebaut.
Das Gerät fand jemand beim Ausräumen von Großvaters Keller. Der hatte in Rüsselsheim bei Opel gearbeitet, wahrscheinlich hat er die MH von dort mitgebracht als sie ausgemustert wurde.
Gekauft wurde die Maschine damals bei der Generalvertretung Berg in Frankfurt.

Blick ins Innere:

Alle nicht vernickelten Metallteile entrostet und poliert, soweit sie ohne Zerlegung der Werke erreichbar waren, schwergängige Schiebeblende durch Zurechtbiegen und Polieren wieder gängig gemacht, zwei Gummifüße erneuert, Furnier der Bodenplatte festgeklebt. Den letzten originalen Kommaschieber mit zwei provisorischen Schiebern ergänzt.

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