Brunsviga D 13 R-1

Deutschland gebaut von 1954 bis ca. 1970

S.Nr. 43 - 99335
Baujahr 1961
48 cm breit, 23 cm tief, 17,5 cm hoch
14,5 kg
Zustand 1/1:
  • bis auf eine ersetzte Hebelkappe praktisch neuwertig
  • alles funktioniert einwandfrei und sehr leichtgängig
mit Stahlhaube (in Bundeswehr-Oliv) und Staubschutzhaube, Text einer Kurzanleitung im Internet gefunden und bebildert
  • 2 Eingabewerke: je 10stellig, je 10 Schieber, gemeinsamer Löschhebel links, Schalter für gemeinsame Löschung des rechten Eingabewerks mit dem Zählwerk
  • Zählwerk: 8stellig, mit Zehnerübertrag, mitlaufender Stellenzeiger, rote Ziffern falls erste Zählung negativ ist (Schiebeblende), Löschhebel
  • 2 Resultatwerke: je 13stellig, vollständiger Zehnerübertrag, Ziffern direkt einstellbar (Entlastungshebel), Löschhebel
  • für alle Grundrechenarten
  • Kurbel in beide Richtungen drehbar
  • Schalter für gleich- oder Gegenlauf der Trommeln
  • Rückübertragung aus den Resultatwerken in die Eingaben (Eingabelöschhebel ganz durchziehen und halten)
Bei den Nachfolgern der D 13 Z wurden zwei (selten sogar drei) Maschinen auf Basis der 13RK miteinander verbunden. Daher gibt es nun auch die Rückübertragung. Als kleines weiteres „Extra“ gibt es sechs einstellbare Plus/Minus-Marken, die aber nur als Merkhilfe für Koordinatenvorzeichen dienen und auf die Mechanik nicht einwirken.
Das Typenschild dieses gut 14 kg schweren Geräts nennt als Liefermonat den Dezember 1961. Selbst die Garantiefrist ist im Metallschildchen verewigt. Der Neupreis damals: stolze 2.125 DM! Ein kleiner Aufkleber daneben zeigt, dass diese Maschine aus dem Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung stammt. Sie wurde dort offenbar nie benutzt und war wohl nur für den Fall eingelagert, dass die Bundeswehr (Artillerie?) mal ohne Strom Koordinaten errechnen müsste. Sie war in einem massiven Kasten mit Holzboden und Stahldeckel, dabei sind noch ein Schraubenschlüssel (mit dem man die Maschine aus dem Kasten lösen konnte) und ein Dreikant-Maßstab (zur Umrechnung von Kartenmaßen in echte Entfernungen).
Es gab auch hier Varianten mit 18 statt 13 Stellen oder mit zweitem Zählwerk. Sehr selten findet man auch Exemplare mit einer echten Radizierautomatik. Die wurde allerdings nicht bei Brunsviga selbst, sondern von W.Faber in Neesen entwickelt und in vorhandene Doppelmaschinen der Variante R-1 eingebaut (also eine Art „externes Rechenmaschinen-Tuning“).

Blick ins Innere:

das Wendegetriebe
(AVI, 13 MB):

Eine einzige festgesetzte Stelle gelöst, eine fehlende Hebelkappe ersetzt.
mehr Infos im Infos zum Hersteller