Brunsviga B

Deutschland gebaut von 1892 bis ca. 1925

S.Nr. 12523
Baujahr 1909
34 cm breit, 17 cm tief, 12,5 cm hoch
8,4 kg
Zustand 2/2:
  • Lack und Zahlen erstaunlich gut erhalten (vielleicht mal neu lackiert?), Verchromung teils etwas angegriffen
  • funktioniert , aber gelegentlich hakelt mal eine Sprosse etwas oder die Löschung der 10er‑Stelle im Resultatwerk benötigt eine zweite Umdrehung.
mit Bodenbrett und Blechhaube, Anleitung für alte Brunsvigas im Internet gefunden
  • Eingabewerk: 9stellig, 9 Schieber, ohne Einstellkontrolle, Löschschraube
  • Zählwerk: 8stellig, ohne Zehnerübertrag, rote Ziffern für negative Zählrichtung (9 immer rot), Löschschraube
  • Resultatwerk: 18stellig, vollständiger Zehnerübertrag, Löschschraube
  • für alle Grundrechenarten
  • Kurbel in beide Richtungen drehbar
  • Anzeige der Drehrichtung
Diese etwas spätere Version des Modell B hat den Zehnerübertrag über alle 13 Stellen und eine Mechanik zur Gesamtlöschung der Eingabe. Die altertümlichen „Kommastöpsel“ sind nun durch Schieber ersetzt. Außerdem gibt es eine Anzeige der letzten Kurbel-Drehrichtung. Die wurde bei späteren Ausführungen nach links verlegt und sie erhielten ein verbessertes Schlittenschloss.
Die Löschung des Resultatwerks während der Kurbeldrehung und der Wechsel der Kurbel-Drehrichtung sind bei diesem Exemplar nicht gesperrt. Der Lösehebel der Drehrichtungs­sperre fehlt folglich auch, aber im Deckblech ist oben links noch der kleine Schlitz dafür, auch die Zahnscheibe ist vorhanden. Offenbar wurde beides mal ausgebaut, ob nun wegen Defekt oder weil ein Benutzer das störend fand.
Der damalige Neupreis lag bei 505 Mark, das entsprach dem durchschnittlichen Tariflohn eines Arbeiters für ein halbes Jahr. Die Vorbesitzer haben die Maschine aus Schweden bekommen. Auf der Holzplatte ist der Aufkleber der A.B. Hadar Schmidt aus Stockholm, diese Firma hat damals viele Rechenmaschinen nach Schweden importiert (u.a. war sie schwedischer Generalvertreter für die in Russland gebauten Odhner-Maschinen).

Blick ins Innere:

Ein Sprossenrad wird eingestellt
(AVI, 14 MB):

Eine Unterlegscheibe unter den linken Schlittenanschlag gelegt und Schlittenblech etwas gerade gebogen: Schon war die vorherige Schwergängigkeit weg.
mehr Infos im Infos zum Hersteller