Brunsviga 13RM

Spanien gebaut von 1964 bis ca. 1970

S.Nr. 2853
Baujahr 1964
30 cm breit, 19,5 cm tief, 12 cm hoch
6,8 kg
Zustand 2/1:
  • einige Stoßstellen an Kanten und Benutzungsspuren an den Plastikgriffen, dennoch Gesamteindruck fast wie neuwertig
  • alles funktioniert einwandfrei und leichtgängig
mit Nachdruck der (wenig ausführlichen) englischen Anleitung
  • Eingabewerk: 10stellig, 10 Schieber, Löschhebel
  • Zählwerk: 8stellig, mit Zehnerübertrag, je nach erster Kurbeldrehung unterschiedliche Zählrichtung (manuell umschaltbar), Löschhebel
  • Resultatwerk: 13stellig, vollständiger Zehnerübertrag, Löschhebel
  • für alle Grundrechenarten
  • Kurbel in beide Richtungen drehbar
  • Einhandbedienung durch zweiten Schlittenhebel unter der Kurbel
  • Rückübertragung aus dem Resultatwerk in die Eingabe
Die letzte handbetriebene Brunsviga heißt nur noch so, aber gebaut wurde sie bei FAMOSA in Spanien für die Olympia-Werke. Die Sprossenrad-Maschine wurde auch unter den Marken Famosa und Minerva verkauft, aber in Deutschland hatte Brunsviga noch ein gutes Image. Also klebte man den Namen „Brunsviga“ darauf.
Spanische Niedriglöhne, preiswerte Materialien und nicht mehr ganz so präzise Verarbeitung sollten wohl die Kosten und damit auch die Preise niedrig halten, um gegen die elektrische Konkurrenz (und die am Horizont aufziehende Elektronik) bestehen zu können. Die Maschine hat ein modern wirkendes Gehäuse und ist gut ausgestattet mit vollständigem Zehner­übertrag, Rückübertragung und der Einhand­bedienung des Schlittens. Aber man merkt die etwas „dahingehuddelte“ Verarbeitung: Eine Maschine mit solchen Passungenauigkeiten der Karosserie hätte in Braunschweig das Werk wohl nie verlassen.
Diese Maschine hat eine vierstellige Seriennummer und ist daher eines der ganz frühen Exemplare. Sie gehörte einem leitenden Stadtvermessungsdirektor in Krefeld und diente ab den 60er-Jahren zu Berechnungen im Vermessungs- und Katasterwesen der Stadt. Außergewöhnlich ist der gute Zustand dieses Exemplars: Nicht nur die einwandfreie Funktion, innen drin fand sich auch kein Staubkrümelchen und kein verharztes Fett.

Blick ins Innere:

Seitenteile der Schlittenabdeckung zwecks besserer Passgenauigkeit etwas präziser gebogen.
mehr Infos im Infos zum Hersteller und zu Brunsviga