Brunsviga 10 (1933)

Deutschland gebaut von 1932 bis 1952

S.Nr. 141578
Baujahr 1933
23,5 cm breit, 18 cm tief, 9,5 cm hoch
3,7 kg
Zustand 2/1:
  • viele kleine Kratzer, aber Lack insgesamt gut erhalten, alle Gummirollen aufgelöst und beide Schlittengriffe leicht gerissen
  • alles funktioniert einwandfrei und leichtgängig
Anleitung im Internet gefunden
  • Eingabewerk: 6stellig, 6 nicht mitdrehende Hebel, Löschtaste
  • Zählwerk: 5stellig, mit Zehnerübertrag, mitlaufender Stellenzeiger, rote Ziffern falls erste Zählung negativ ist (Klappblende), Löschkurbel
  • Resultatwerk: 10stellig, vollständiger Zehnerübertrag, Löschkurbel
  • für alle Grundrechenarten
  • Kurbel in beide Richtungen drehbar
  • Schlitten nur per Griff nach rechts zu stellen, nach links nur schrittweise mit den Tasten links und rechts,
Die kleine Brunsviga 10 war mit ihrer beschränkten Stellenzahl und kleinsten Abmessungen eher als mobiler Rechner für die Arbeit außerhalb des Büros gedacht. Aber auch auf dem Schreibtisch hatten sie viele stehen, weil sie wirklich wenig Platz braucht und durch die feststehenden Einstellhebel und die schräg angesetzte Kurbel recht bedienerfreundlich ist. Kapazität und Ausstattung sind eher sparsam, aber immerhin hat sie sowohl Zehner­übertrag als auch Umschaltung zwischen roten und weißen Ziffern im ZW.
Die Technik im Inneren des Modells ist für den Hersteller sehr ungewöhnlich. Es sind geteilte Staffelwalzen, und die „5er-“ und „1‑4er“-Walzen sitzen (anders als bei den Monroes und deren Nachbauten) auf zwei verschiedenen Achsen. Die Zahnräder des Resultatwerks werden also ggf. von zwei verschiedenen Stellen aus angetrieben.
Dieses Exemplar hat noch kein Staubschutz-Blech über der linken Schlittenseite. Es ist also eine der ganz frühen Maschinen des Modells. Aus der Seriennummer ergibt sich das Baujahr, der damalige Neupreis betrug 275 Reichsmark (knapp eindreiviertel Monatslöhne).

Die geteilten Staffelwalzen in Aktion
(AVI, Achtung: 40 MB!):

Kurbelblock neu lackiert, Ziffern in den Deckblechen neu eingelegt, festgefressenen Zehnerübertrag im Zählwerk gängig gemacht.
mehr Infos im Infos zum Hersteller sehr ausführliche Infos beim IFHB